Bei der letzten Brandschutzbegehung des Sicherheitsbeauftragten der Tafel Gelnhausen, Hans Kollautz, mit der Freiwilligen Feuerwehr Gelnhausen hat sich ergeben, dass die Tafel hinsichtlich der Rauchwarnmelder (RWM) Nachrüstungsbedarf hat. Bei den Recherchen, welche Unternehmen uns dabei unterstützen könnten, bot sich die Firma persec® sicherheit sogleich an 10 moderne RWM, die miteinander vernetzt betrieben werden und zwei damit verbundene Handfeuermelder zu installieren. Nach Alarmgabe eines RWM oder eines Handfeuermelders werden die akustischen Warneinrichtungen für alle anderen in die Vernetzung einbezogenen RWM aktiviert.

Der Inhaber der Fa. persec® sicherheit, Peter Schäffer, kam jetzt in der Tafel vorbei und installierte das gesamte Netz der Warnmelder. Er bot dabei neben der Wartungsbegleitung auch eine Schulung für die Helfer und Mitarbeiter der Tafel im Brandschutz an.

Sehr erfreut nahm der Vorstand der Tafel das Angebot von Peter Schäffer an, die gesamte Anlage, inkl. Installation, Wartung und die Schulung der Tafel zu spenden. Die Tafel Gelnhausen sagt im Namen aller Helfer, Mitarbeiter und Kunden dem großzügigen und edlen Spender ein ganz herzliches Dankeschön!

Die Tafel Gelnhausen wird bei ihren Corona-Schutzmaßnahmen künftig durch CO2-Ampeln unterstützt, die mit Hilfe der LoRaWAN-Technologie funktionieren.

Die Tafel musste ihre Öffnungszeiten wegen der Corona-Pandemie auf einen 14-Tage-Rhythmus anpassen. Zusätzlich sind die vier Außenstellen jeweils einmal in der Woche geöffnet. Die Zentrale ist an sechs Tagen in der Woche besetzt. Gerade dort bestand Handlungsbedarf, damit der Betrieb in Büros, Lebensmittelsortierung und Lager unter Corona-Schutzmaßnahmen weiterlaufen konnte. „Es war klar, dass zu einem umfassend greifenden Hygienekonzept auch ein Plan zum richtigen Lüften gehört“, erklärt Tafel-Vorsitzender Claus Witte. An dieser Stelle kam die Firma Nix & Partner aus Gelnhausen ins Spiel, denn diese hat ein kostengünstiges, automatisches und effizientes Aerosol-Wächter-System entwickelt. Tatsächlich gemessen wird der Kohlendioxidgehalt in der Luft – von dem lässt sich auf die Menge schwebender Aerosole rückschließen. Die Firma Nix, vertreten durch Geschäftsführer Walter Nix, hat dem Tafel-Verein drei solcher Sensoren gespendet und an verschiedenen Stellen im Gebäude installiert. Die ermittelten Werte können mittels QR-Code über das Smartphone oder auch am Computer abgefragt werden. Eine Ampelfunktion mit den entsprechend hinterlegten CO2-Schwellenwerten zeigt den Mitarbeitern jederzeit an, wann gelüftet werden muss. Denn bislang war es zumeist so, dass zum Schutz der Helfer und Helferinnen in manchen Bereichen coronabedingt eher zu oft die Raumluft ausgetauscht wurde, was die Heizkosten in die Höhe trieb.

„Bei der CO2-Ampel handelt es sich um eine Vorrichtung, die den Kohlendioxid-Gehalt in der Raumluft misst und anzeigt, wann gelüftet werden sollte. Das ist in Zeiten der Pandemie gerade in solchen Räumlichkeiten nützlich, in denen sich mehrere Menschen gemeinsam aufhalten“, erläutert Winfried Ottmann. Denn das Coronavirus wird über so genannte Aerosole, also ganz feine Tröpfchen, die in der Luft schweben, von Mensch zu Mensch übertragen. Regelmäßiges Lüften verringert das Risiko, dass Menschen sich in geschlossenen Räumen anstecken. „Mehr als zwei Drittel unserer ehrenamtlichen Tafelhelfer sind im Rentenalter und gehören damit zur Corona-Risikogruppe. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Möglichkeit, über die CO2-Ampeln genau bestimmen zu können, wann wo gelüftet werden sollte. Das hilft uns nicht nur beim Schutz unserer Helferinnen und Helfer sowie der Kundinnen und Kunden, sondern unterstützt uns auch dabei, wertvolle Heizenergie zu sparen“, erläutert Tafel-Vorsitzender Claus Witte.

An der Installation der CO2-Ampeln war auch Rafael Römhild beteiligt, der mit seiner IT-Firma aus Brachttal für das „Internet der Dinge“ passgenaue Lösungen anbietet. Beim „Internet der Dinge“ (englisch: internet of tings) handelt es sich um eine Technologie, die es ermöglicht, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und kommunizieren zu lassen. Bei dem Treffen in den Räumlichkeiten der Tafel nutzten die Beteiligten die Gelegenheit, sich über eine weitergehende mögliche Zusammenarbeit in diesen technischen Bereichen auszutauschen.

Aufgrund der mangelnden WLAN-Abdeckung im Umfeld der Tafel Gelnhausen war eine Alternative gefragt. Der Main-Kinzig-Kreis bereitet derzeit im Kreisgebiet den flächendeckenden Ausbau der LoRaWAN „Long Range Wide Area Network“ Technologie vor, die eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Breitbandausbau darstellt. Dies ist ein Netzwerk für reichweitenstarke, drahtlose Funktechnologie, das sich durch besondere Energieeffizienz beim Senden auszeichnet. „Das LoRaWAN-Netzwerk wird parallel und unabhängig vom Glasfaserausbau der Breitband Main-Kinzig installiert. Es ermöglicht eine schnelle Datenweitergabe insbesondere in den ländlich geprägten Regionen, wo kein WLAN zur Verfügung steht oder nur schwer zugänglich ist“, erläutert Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann. Über das LoRaWAN-Netzwerk werden zum Beispiel unterschiedliche Messwerte registriert und weitergeleitet – etwa der Kohlendioxid-Gehalt in der Raumluft, was bei der Pandemie-Bekämpfung eine wichtige Rolle spielt.

An der kostenlosen Installation der CO2-Ampeln in den Tafel-Räumlichkeiten sind neben den Firma Nix&Partner GmbH (Gelnhausen), m2m (Wehrheim) und Rafael Römhild IT-Dienstleistungen (Brachttal) auch der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Gelnhausen sowie die Feuerwehr Gelnhausen beteiligt. Auf deren Feuerwehrturm wurde das so genannte Gateway installiert, das von der Firma m2m aus Wehrheim kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, wie Geschäftsführer Marius Nickolai erklärte. Der Main-Kinzig-Kreis arbeitet daran, im gesamten Kreisgebiet eine Gateway-Infrastruktur an strategisch passenden Stellen zu errichten. Diese Gateway-Geräte senden Daten – beispielsweise Messwerte – an einen zentralen Server und nutzen dafür Radiowellen. Diese Radiowellen haben eine äußerst niedrige Energie, daher ist der Betrieb solcher Gateways genehmigungsfrei. „Der flächendeckende Aufbau einer Gateway-Infrastruktur ist das Fundament für eine erfolgreiche Umsetzung von smarten Anwendungen und wird die Lebensqualität der Menschen sowie die wirtschaftliche Attraktivität des Main-Kinzig-Kreises verbessern“, ist sich Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann sicher. Der flächendeckende Ausbau soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.  Ein wichtiges Anliegen ist dabei auch die Vernetzung derjenigen Menschen, die von der erprobten Technologie profitieren können. „Wir bringen alle wichtigen Projektpartner in Kontakt, und sorgen dafür, dass sich wichtige Chancen der Digitalisierung  für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis ergeben, aber auch für Firmen, Unternehmen, Betriebe und andere Einrichtungen“, erläutert Walter Dreßbach, der als Leiter des Referates für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur beim Main-Kinzig-Kreis für den Bereich Wirtschaftsförderung zuständig ist. Er ist außerdem Mitbegründer der Tafel Gelnhausen.

Foto: Erster Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann (links) besichtigte die CO2-Ampel in den Räumen des Tafel-Vereins in Gelnhausen. Claus Witte, Tafel-Vorsitzender (Dritter von rechts), freute sich über die kostenlose Installation, an der sich neben der Stadt Gelnhausen auch die IT-Firmen von Marius Nickolai (m2m, Vierter von rechts), Walter Nix (Nix & Partner, Dritter von links) sowie Rafael Römhild (Sechster von links) beteiligt haben. Das Gateway ist auf dem Feuerwehrturm im Hintergrund installiert, den die Stadt Gelnhausen, vertreten durch Bürgermeister Daniel Glöckner (rechts) zur Verfügung gestellt hat.

Ende letzten Jahres hatte unser ehrenamtlicher Geschäftsführer Rolf-Dieter Riedel, der leider im Januar verstarb, initiiert, Schürzen für die Helferinnen in Sortierung/Ausgabe und Jacken für Fahrer und Beifahrer anzuschaffen. Der Vorrat an beidem war ausgegangen, zwischenzeitlich waren neue ehrenamtliche Mitarbeiter hinzugestoßen und zusätzlich hatten sich ja auch Name und Logo der Tafel Gelnhausen geändert.

Der Sponsorenbetreuer der Tafel Dr. Norbert Nimmerfroh bemühte sich um die Neuanschaffungen und war erfolgreich. Mit der Firma Werner Reitz GmbH aus Gelnhausen-Hailer wurde schnell ein kompetenter Partner für Workwear und Arbeitsschutz gefunden, der uns sogleich auch ein sehr attraktives und kostengünstiges Angebot für die Funktions- und Winterjacken Modell „3 in 1“ unterbreitete. Nach der Bestickung der Fleece-Innenjacken sowie der Außenjacken mit unserem Logo wurden diese jetzt an die Tafel übergeben. Anlässlich der Übergabe stellte die Firma Werner Reitz GmbH zudem auch verschiedene Accessoires für die Tafelkunden zur Verfügung und überreichte darüber hinaus noch eine höhere Barspende.

Im Namen des Vorstandes bedankten sich Dr. Norbert Nimmerfroh und Harald Geib bei Herrn Reitz und dem gesamten Team ganz herzlich für das wohlwollende Angebot, die Spenden sowie die angenehme, unkomplizierte Zusammenarbeit bei der Bearbeitung der Anfrage.

Zum Valentinstag verschenkt das Restaurant „Zum Mühlrad“ an die Alleinerziehenden Kund*innen der Tafel aus Gelnhausen und ihre Kinder sowie an die Gelnhäuser Kund*innen mit Grundsicherung 70 Essensgutscheine. Sie können nach der Öffnung des Hauses ab 1. März 2021 eingelöst werden.

Auch das Hailerer Gasthaus Spieker spendet aus Anlass des Valentinstages den Tafelkunden des Seniorenkreises Hailer zehn Essensgutscheine.

Die Tafel Gelnhausen e.V. bedankt sich auch besonders im Namen ihrer Kund*innen ganz herzlich für die großzügigen und liebevollen Spenden.

 

Wir trauern um Rolf-Dieter Riedel, *6.11.1952 †13.1.2021

Die Tafel Gelnhausen e.V. trauert um ihren ehrenamtlichen Geschäftsführer Rolf-Dieter Riedel, der am 13.01.2021 nach einer kurzen schweren Erkrankung verstorben ist. Mit ihm verlieren wir einen aktiven Streiter für die Tafelidee. Rolf-Dieter Riedel trat zum 1.10.2015 zunächst als Mitarbeiter in unsere Geschäftsstelle ein. Hier arbeitete er sich sehr schnell in die Abläufe unserer Organisation ein und übernahm auch bald die Leitung. In der Mitgliederversammlung 2017 wurde er zu unserem ehrenamtlichen Geschäftsführer gewählt. Mit seiner Umsicht für all die Abläufe wurde er zu einer wichtigen Stütze unserer Tafel. Sein Herz schlug immer für unsere Aufgabe notleidenden Menschen zu helfen. Ja, es bedeutete ihm auch oft Mission. Ende 2019 übergab er seine aktive Tätigkeit in der Geschäftsstelle an seine Tochter Sonja Reitz, um sich mehr ins private Familienleben zurückzuziehen. Er blieb weiterhin im Vorstand aktiv und half engagiert in allen Bereichen unserer täglichen Arbeit bis zu seinem zu frühen Tod mit. Dafür gilt unser ganz besonderer Dank. Unermüdlich setzte er seine Erfahrung und sein Wissen in Vorstand und Geschäftsstelle ein. Seine konstruktive Kritik und seine pragmatische Einstellung führten uns immer wieder zu guten Problemlösungen. In seiner Führungsfunktion zeigte er stets auch Verständnis für die persönlichen Belange unserer Helfer und Mitarbeiter. Er hinterlässt eine Lücke, die so schnell nicht zu füllen ist. Rolf-Dieter wird uns fehlen, sein aktiver Einsatz für unsere Tafel wird uns in Erinnerung und unvergesslich bleiben. Er wird uns Ansporn und Vorbild für die gemeinsame weitere Arbeit sein. Seiner Familie wünschen wir viel Kraft den Verlust ihres bisherigen Mittelpunktes zu überwinden.

Vorstand und Mitarbeiter der Tafel Gelnhausen e.V.

Harald Geib: Hallo Jan Niklas, seit wann bist Du bei der Tafel Gelnhausen aktiv?

Jan Niklas Appelt: Seit 1. August bin ich an der Fachoberschule (FOS) der Beruflichen Schulen Gelnhausen mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung in der Ausbildung. Die Praktikumsphase des 1. Ausbildungsabschnitts absolviere ich seither mittwochs bis freitags bei der Tafel.

Harald Geib: Was hast Du für einen Ausbildungsweg zuvor genommen?

Jan Niklas Appelt: An der Kreisrealschule Gelnhausen habe ich den qualifizierten Realschulabschluss erreicht und mich anschließend für den Bundesfreiwilligendienst im MEDICLIN Reha-Zentrum Bad Orb entschieden.

Harald Geib: Warum hast Du Dich für die Praktikumsstelle bei der Tafel entschieden?

Jan Niklas Appelt: Über meine Mutter, der Sohn einer Freundin von ihr hat das Praktikum bei der Tafel abgeleistet. Im Gespräch mit ihm berichtete er begeistert von der Arbeit und dem Betriebsklima, so dass es für mich keine Frage mehr war mich dafür zu bewerben.

Harald Geib: Wie gefällt Dir nach vier Monaten das Praktikum?

Jan Niklas Appelt: Es gefällt mir sehr gut. Die Arbeit ist interessant, abwechslungsreich und macht Spaß. Ich konnte bisher schon alle Bereiche bei der Tafel kennenlernen, bin sporadisch als Beifahrer beim Einsammeln der Lebensmittel dabei gewesen, habe bei der Sortierung geholfen und auch bei der Ausgabe zum Beispiel am Kühlschrank. Die vielfältige Arbeit in der Geschäftsstelle gefällt mir am besten. Hin und wieder werde ich aber auch wegen meiner Größe, ich bin 1,87 m groß, zur Sortierung gerufen, um etwa einen Korb Bananen von den hohen Rollboxen herunter zu heben.

Harald Geib: Wegen Deiner jugendlichen Kraft bist Du bei unseren zahlreichen älteren Helfern dafür natürlich gern gesehen! Welche Erfahrungen hast Du bisher im Umgang mit unseren Kunden gemacht?

Jan Niklas Appelt: Bisher habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Kunden sind fast alle freundlich und nett. Einmal hat sich ein Kunde beschwert, dass er fast nur Obst und Gemüse im Korb hätte und nur wenig Kühl- und Michprodukte. Er hatte aber Verständnis, als ich ihm mitgeteilt habe, dass wir aktuell eine Flaute bei den Kühlwaren haben, aber wir versuchen dies durch Trockenprodukte aus dem hessischen Zentrallager auszugleichen.

Harald Geib: Wie sieht Dein Plan für Deine weitere berufliche Zukunft aus?

Jan Niklas Appelt: Im nächsten Schuljahr absolviere ich den zweiten Ausbildungsabschnitt der FOS in Vollzeit und werde mir dann überlegen, welche Berufsrichtung mit welchem Abschluss ich dann anstrebe. Meine Erfahrungen in der Tafel mit meiner Arbeit gleichzeitig einem guten Zweck zu dienen und damit Menschen zu helfen, werde ich dabei stets im Hinterkopf behalten.

Harald Geib: Vielen Dank Jan Niklas für das Gespräch, weiterhin viel Spaß bei Deiner Arbeit für die Tafel und alles Gute für Deinen weiteren Berufsweg.

Harald Geib: Guten Tag Janna. Du bist jetzt seit August Fachoberschulpraktikantin bei der Tafel. Wie
war Dein bisheriger Ausbildungsweg und welche Schwerpunkte hattest Du dabei?

Janna Hattaß: An der Anton-Calaminus-Schule in Gründau-Rothenbergen habe ich meinen
Realschulabschluss absolviert. Das meiste Interesse in der Schule hatte ich im Fach Mathematik, so
dass ich nach einer Ausbildung gesucht habe, in der ich meine Neigungen anwenden kann. So habe
ich mich für die Fachoberschule (FOS) der Beruflichen Schulen Gelnhausen mit Schwerpunkt
Wirtschaft und Verwaltung entschieden.

Harald Geib: Wie kamst Du auf die Tafel als Ausbildungsstelle für das Jahrespraktikum?

Janna Hattaß: Am Berufsinformationstag der FOS traf ich einen Praktikanten der mir von seinem
vielseitigen und interessanten Erfahrungen in seiner Zeit bei der Tafel berichtete. Da mir
Verwaltungstätigkeiten Freude bereiten, habe ich mich bei der Tafel Gelnhausen beworben und
besonders gefreut, dass ich die Praktikumsstelle bekommen habe.

Harald Geib: Wie gefällt es Dir in Deinem Praktikum hier?

Janna Hattaß: Alle im Tafelteam sind nett und haben mir den Start in die Praxisphase der Ausbildung
sehr erleichtert. Die Tätigkeiten sind sehr abwechslungsreich, so war ich schon zweimal mit auf Tour
bei den Märkten zum Lebensmitteleinsammeln, habe bei der Ausgabe an der Kasse Erfahrung
gesammelt, bin aber am liebsten in der Geschäftsstelle aktiv. Es macht einfach Freude mit seiner
Arbeit Menschen zu helfen.

Harald Geib: Wie sind Deiner Erfahrungen im Umgang mit unseren Kunden?

Janna Hattaß: Überwiegend habe ich sehr positive Erfahrungen in den Gesprächen mit den Kunden
am Telefon oder in der Geschäftsstelle gemacht. Hin und wieder gibt es bei Anmeldungen oder
Fragen zu Kundenterminen auch mal Sprachprobleme, die sich aber immer lösen lassen und wenn es
mit Händen und Füßen ist. Meine persönlich beeindruckenste Erfahrung in dem Praktikum bisher ist,
das ich merke, offener und kontaktfreudiger im Umgang geworden zu sein.

Harald Geib: Welche beruflichen Ziele hast Du nach dem Praktikum?

Janna Hattaß: Im nächsten Schuljahr geht es mir natürlich darum den Abschluss der allgemeinen
Fachhochschulreife zu erlangen, danach strebe ich entweder ein duales Studium oder eine
Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte oder Industriekauffrau an.

Harald Geib: Herzlichen Dank Janna für das offene Gespräch über Deine bisherige Arbeit für die
Tafel. Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude im letzten halben Jahr bei uns und schon alles Gute auf
Deinem weiteren Berufsweg.

„Was lange währt, wird endlich gut“ resümmierte Claus Witte, der Vorsitzende der Tafel Gelnhausen e.V. Schon beim Bau der Tafel in der Cassebeerstraße 7 vor 8 Jahren war zur Anlieferung der Waren ein Vordach geplant. Es wurde jedoch bisher nie errichtet, ebenso wie zwischenzeitliche Planungen dazu nicht realisiert wurden.

Auf Initiative unseres ehrenamtlichen Helfers und Architekten Reinhard Flöck begann vor zwei Jahren eine neue Planung. Nach vielen verschiedenen Varianten und mehreren Kostenvoranschlägen entschied man sich gemeinsam mit dem Statiker Prof. Dr.-Ing. Matthias Rohde für die massive Version eines 8,20 x 5,60 Meter großen Daches, das von 6 Pfeilern getragen, 3,80 Meter auskragt. „So können auch bei Regen- und Schneefall zwei Transporter gleichzeitig nebeneinander trocken ausladen“ konstatiert Reinhard Flöck.

Mit Unterstützung des Lehrlings-Scouts der Kreishandwerkerschaft, Heiko Schreiber, wurde das Berufsfeld Metalltechnik des Jugendhilfezentrums Don Bosco Sannerz mit der Planausführung beauftragt. Die aufwendigen Erd- und Fundamentarbeiten führte das Bauunternehmen M.D. Bau GmbH aus, wobei der ehrenamtliche Tafelhelfer Dipl.-Ing. Michael Gries mit seiner langjährigen Erfahrung als Bauleiter fungierte. Am 15. Oktober rückte der Autokran der Fa. Reitz, Gelnhausen-Höchst an, sodass unter Leitung des Werkstattleiters der Metalltechnik Hans-Georg Glock der anspruchsvolle Aufbau der Konstruktion mit mutigen, schwindelfreien Auszubildenden innerhalb von drei Stunden gelang. Dacheindeckung und Freilagerboxen wurden in den folgenden Wochen in der Werkstatt vorbereitet und vor Ort installiert.

Rechtzeitig vor der nassen und kalten Winterzeit können die Tafelhelfer jetzt im Trockenen die eingesammelten Lebensmittel ausladen und der neue Freilagerraum kann vielfältig genutzt werden.

Für die professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bedankt sich der Vorstand der Tafel Gelnhausen und der für das Projekt federführende Vorstand Harald Geib freut sich „endlich kann unser ‚Berliner Flughafen‘ in Betrieb gehen“.

Aufgrund der wieder exponentiell gestiegenen COVID-19-Fälle im Main-Kinzig-Kreis und des November-Lockdowns in Verbindung mit vereinzelten Ausfällen von Fahrern und anderen Helfern, sieht sich die Tafel Gelnhausen e.V. wieder gezwungen den Betrieb zu reduzieren.

Da im Normalbetrieb bis zu 20 Mitarbeiter gleichzeitig in Sortierung und Ausgabe arbeiten sowie teilweise 5 bis 6 Mitarbeiter in der Geschäftsstelle erforderlich sind, können die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden. Um die Helfer und Kunden vor der zunehmenden Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 zu schützen, wird der Ausgabebetrieb derart reduziert, dass alle Kunden bis auf Weiteres nur noch alle 2 Wochen Lebensmittelkörbe abholen können.

Schon im Frühjahr hatte uns das Bad Vilbeler Familienunternehmen mit seinem Projekt „HassiaHILFT“ durch eine großzügige Spende an Mineralwasser unterstützt. So konnten die Tafelhelfer und ihre Kunden den langen und heißen Sommer besser überstehen.

Als wir nun einen Hilferuf nach einem großen Gastroschirm als Wetterschutz für unsere Kunden im Herbst/Winter starteten, kam umgehend die Zusage und zusätzlich spendete das Unternehmen nochmals 160 Kisten Hassia Mineralwasser.

Wir bedanken uns für diese uneigennützige Aktion, ganz besonders im Namen unserer Kunden, mit denen sich Hassia hiermit solidarisiert und sie in der schwierigen Situation nicht allein im Regen stehen lässt.